Bericht Generalversammlung 2022

(Bericht von Josef Abt, Aichacher Nachrichten, 25.04.2022)

TSV Rehling blickt optimistisch nach vorne

Auch beim größten Rehlinger Ortsverein, dem Turn- und Sportverein, ist die Corona- Pandemie nicht ganz spurlos vorüber gegangen. Fast zwei Jahre lang waren viele der Aktivitäten und Veranstaltungen nur eingeschränkt oder auch gar nicht möglich. Nun merkt man in all den vielen Sparten, wie das Interesse am Breitensport sprunghaft zunimmt und gerade der Nachwuchs in allen Sportarten hier großen Nachholbedarf hat.

Eine der wichtigsten Feststellungen von Vorstand Dieter Schmid bei der Generalversammlung am Samstagabend im Sportheim war, dass es durch Corona keine Vereinsaustritte gegeben hat und der Verein weiterhin in allen Belangen unterstützt wurde. Aktuell zählt der TSV Rehling in den vielen Sparten 667 Mitglioeder. Sehr positiv und erfreulich waren die Rechenschaftsberichte von Vorstand und aus den vielen Abteilungen. Einen Wermutstropfen gab es dann trotzdem mit dem Hinweis von Dieter Schmid, dass er bei der nächsten Versammlung in einem Jahr sein Amt als TSV-Vorsitzender nach 15 Jahren abgeben wird „und man hat hetzt genügend Zeit, nach einer geeigneten Person für diesen Vorstandsposten Ausschau zu halten, doch ich sehe hier optimistisch in die Zukunft, dass sich diese Person finden wird“ so Schmid wörtlich.

Als Gäste konnte der Vorstand auch Bürgermeister Christoph Aidelsburger begrüßen, das Ehrenmitglied Georg Witzenberger hatte sich aus gesundheitlichen Gründen leider entschuldigt. Der Vorstand würdigte dann aber in Abwesenheit die immense Arbeit vom „Schorsch“ als Platzwart ganz besonders. Georg Witzenberger war seit 1974 als Platzwart und Helfer bei allen Gelegenheiten überall mit im Arbeitseinsatz, sei es am Sportplatz, in der Sporthalle, bei den Außenanlagen von Stockschützen oder Tennis, er war überall gefordert. „Jetzt geht es beim 80jährigen Schorsch körperlich einfach nicht mehr, doch zur Freude aller haben sich ein paar junge Burschen für diese Tätigkeit zur Verfügung gestellt“ so Dieter Schmid. Einmal Benny Bachmeir, der Sohn vom 2. Vorsitzenden Stefan Bachmeir und Moritz Meyer, der Sohn vom Jugendtrainer Christoph Meyer haben sich verantwortlich um die Platzpflege angenommen, unterstützt werden die beiden noch von Bernd Hochmuth.

Neben den bereits wieder angelaufenen sportlichen Betätigungen ist nun für Samstag, 9. Juli wieder ein Sommerfest auf der Sportheimterrasse mit vielen sportlichen und geselligen Aktionen geplant. Großen Dank von Dieter Schmid gab es an die Adresse von seinem Vize Stefan Bachmeir samt Frau Doris, denn von hier bekommt der TSV jegliche Unterstützung besonders auch im technischen Bereich, sei es mit Fahrzeugen oder Materialbeistellung und nicht zuletzt die organisatorische Unterstützung in Verbindung mit anderen Firmen. Bestens bewährt hat sich auch die Arbeit vom zuletzt gewählten 3. Vorsitzenden Christian Umlauf, der neben seinem Amt als Jugendtrainer auch technische Aufgaben im Verein übernommen hat.

Erfreulich war der Bericht der Vereinskassiererin Katja Bohnert, „die nebenbei noch eine Menge an Arbeiten mit übernimmt, die gar nicht in ihren Bereich fallen würden und somit weitere Vorstandsmitglieder mit entlastet“ so Dieter Schmid lobend. Bohnert hat seit der letzten Wahl mit Bärbel Obermeier auch eine Kassenhilfe an ihrer Seite, der sie besonders dankte für die viele Zuarbeit. Katja Bohnert präsentierte dann eine Übersicht der finanziellen Lage des TSV Rehling, die sehr positiv aussieht, „denn es konnten weitere Schulden des Sportheimbaues getilgt werden, was aufgrund mehrerer Fakten möglich war“ so wörtlich. Ganz wichtig sei dabei, so Bohnert, die Photovoltaikanlage auf dem Sportheimdach, die erfreulicherweise viel Strom produziert und dadurch dem TSV zu den wichtigsten Einnahmen verhilft. Desweiteren konnte auch das Sportheim wieder ganzjährig verpachtet werden, Papiersammlungen laufen recht gut, und lobend wurde auch die Spendenfreudigkeit hervor gehoben, was dann, trotz der coronabedingten Ausfällen von Veranstaltungen, positiv auf den Bilanzabschluss auswirkte, so Katja Bohnert. Ihr Ausblick ging dann positiv nach vorne mit dem Hinweis: „wir sind auf einem guten Weg“. Dies alles ist aber nicht genau kalkulierbar, nachdem auch das Sportheim immer mehr ins Alter kommt und Renovierungen und Sanierungen zwangsläufig fällig werden, so die Kassiererin. Sie erhielt großes Lob von den Kassenrevisoren Manfred Bader und Tanja Wiedemann und anschließend auch die Entlastung durch Bürgermeister Christoph Aidelsburger, der nach Abstimmung der Versammlung auch der gesamten Vorstandschaft die Entlastung aussprechen konnte. Aidelsburger bestätigte in seinen Grußworten zudem, dass die Gemeinde Rehling den TSV Rehling dort unterstützen werde, wo es zwangsweise notwendig ist. Das Gemeindeoberhaupt lobte besonders die enorme Arbeit im Bereich des Nachwuchses in allen Sparten „denn dies ist das A und O in jedem Verein für eine gesunde Basis.

Unter Punkt „Verschiedenes“ gab es eine Wortmeldung, dass der Fußballplatz von Hundehaltern als „Hundeschule“ missbraucht wird, die hier ihre Übungen mit den Vierbeinern abhalten und auch unliebsame Hinterlassenschaften der Tiere festgestellt wurden und der Sache wird man nachgehen, so der Vorstand.
Adolf Heindl als damaliger Planer des Sportheimes mit Sporthalle sorgte sich in seiner Wortmeldung um die Wärmeversorgung dieses Komplexes. Das Sportheim wird sein einigen Jahren mittels Erdgas beheizt und hier sieht Heindl eben die Gefahr, dass Gas in naher Zukunft nicht oder nur noch bedingt für solche Heizungen zur Verfügung stehen könnte. Er plädierte daher, die künftige Möglichkeit zur Grundwasserabsenkung und Einbau von Grundwasser-Wärmepumpen zu prüfen. Wie Dieter Schmid und Stefan Bachmeir ausführten, hat der TSV Rehling einen günstigen Gasliefervertrag noch für die Dauer von drei Jahren und solange werde man nichts ändern. Eine frühere Vereinbarung mit dem Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt hinsichtlich der Grundwassernutzung für die damalige Wärmepumpe ist ausgelaufen, so war von den Vorständen zu hören. Ob man sich später mit einer Luftwärmepumpe, die mit selbst erzeugtem Strom aus der Fotopholtaikanlage gespeist wird, befassen muß, will man abwarten wie sich die Situation entwickelt, so Stefan Bachmeir.

Aus den Abteilungen

Fußball:
Die Senioren- Fußballer des TSV Rehling sind derzeit das Sorgenkind schlechthin. Der Mannschaft droht der Abstieg aus der Kreisklasse und dies konnte Abteilungsleiter Manuel Raucher, der coronabedingt fehlte, mit seinen notierten Punkten nur verlesen lassen. Rauscher bemängelte die teilweise mangelhafte Einstellung einiger Akteure auch beim Training, er sprach aber auch von den vielen Trainerwechsel und unglücklichen Personalentscheidungen. Positiv ist das Aufrücken von den beiden talentierten Nachwuchsspielern aus der A-Jugend, einmal Benni Bachmeir und Eren Bayram und es wird wohl nicht zu vermeiden sein, dass man beim TSV wieder „von ganz unten anfangen muß“

Jugendleiter:
Ein Lichtblick beim TSV Rehling ist die Nachwuchsarbeit, wie von Thomas Kober zu hören war. Bis auf die B- Jugend konnten seit langer Zeit wieder alle Altersgruppen wieder mit Spielern besetzt werden. 15 Trainer und Betreuer kümmern sich um die vielen Nachwuchsfußballer. Für die D- Jugend bräuchte Kober noch zwei Trainer, die sich gerne bei ihm melden können.

Leichtathletik:
Durch 2 Jahre Corona war bei uns die Luft raus, doch wir kommen jetzt wieder verstärkt“ so Gisela Regele zum Stand der Sportlerinnen und Sportler in der LG Aichach-Rehling. 110 Mitglieder werden hier betreut, auch die Kleinsten ab 3 Jahre und mangels Trainer hat es bei bestimmten Gruppen schon einen Aufnahmestopp gegeben. Am 21. Juni wird bei der Grundschule ein Kinder- Leichtathletikfest veranstaltet, am 1. Juli ist man Gastgeber vom Bezirkstag der Schwäbischen Leichtathletik.

Tischtennis:
Sebastian Seiler konnte von wenigen Aktivitäten berichten, denn Tischtennis wird in der Regel in der Halle ausgeübt und dies hatte Corona abgeblockt. Seit ein paar Monaten trainieren die beiden Herrenmannschaft und einige Jugendliche wieder. Kurzfristig wurde ein aktueller Vereinsmeister ermittelt, den Titel holte sich Markus Eberwein.

Tennis:
Zwischen 70 bis 80 Mitglieder zählt die Tennisabteilung, in Kürze plant man eine Werbeaktion. Positiv ausgewirkt hat sich auch eine „Fusion“ mit Aindling und Willprechtszell zu einer TeG Lechrain und hier werden ab Mitte Mai wieder 6 Teams aus den drei Vereinen im Punktspielbetrieb eingesetzt sein, so Markus Eberwein. Saisonstart ist geplant am 1. Mai mit einem Schleiferlturnier für Jedermann /-frau.

Stockschützen:
Es sind nur noch einige Wenige, die sich konstant treffen auf der Stockschützenbahn, ihnen geht es aber vielmehr um die Geselligkeit, Turniere und Wettbewerbe wird man derzeit nicht mehr abhalten, so Georg Herzog.

Volleyball:
Sehr euphorische zeigte sich Sabrina Kutscha in ihren Ausführungen über die Volleyballabteilung, in der sich zwei Damenteams im Spielbetrieb befinden, die Jugend aber ohne Wertung. Die Damenmannschaft hatte vor Corona noch den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft und liegt hier im Mittelfeld der Tabelle. Man würde sich mehr Trainingszeiten in der Halle wünschen, auch sind gerne noch mehr Jungs willkommen, von denen schon einige mit den Mädchen mit trainieren und auch weibliche Spielerinnen zwischen 14 bis 18 Jahren sind gerne willkommen.

Fitness:
Simela Enokian sprach von einer begeisterten Gruppe mit rund 100 Mitgliedern, die trotz der Coronapause alle treu geblieben sind und bereits wieder voll trainieren. Besonders bei den Danc Kids ist die Nachfrage für Interessierte sehr groß und hier kann man bereits die ersten großen Fortschritte erkennen.

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