Chronik

Die Gründungsmitglieder

Zum 50-jährigen Gründungsjubiläum wurden 1998 viele Gründungsmitglieder ausgezeichnet.
Zeige die Gründungsmitglieder
  • Wolfgang Melzer †
  • Jakob Hörmann sen. †
  • Otto Eberwein
  • Johann Mertl †
  • Albert Kobialka †
  • Bernhard Piller †
  • Helmut Hampel †
  • Maria Geißler †
  • Irmgard Siegel †
  • Peter Lupper
  • Günter Raab †
  • Michael Haberl
  • Xaver Benkart †
  • Gustav Greiling †
  • Georg Schmid
  • Fritz Höß
  • Franz Greiling †
  • Jakob Haberl
  • Josef Schmid †
  • Georg Kobialka
  • Johann Gay †


Die Vorsitzenden

Seit seiner Gründung 1948 hatte der TSV Rehling bisher 12 Vorsitzende.

Zeige die Vorsitzenden
1948 – 1951
Bruno Lorenz
1951 – 1952
Jakob Hörmann
1952 – 1958
Josef Hornung
1958 – 1962
Fritz Höß
1962 – 1972
Paul Brablik
1972 – 1991
Stefan Bachmeir
1991 – 1998
Günter Raschke
1998 – 2002
Dietrich Schmid
2002 – 2004
Andreas Stugardt
2004 – 2006
René Wagenpfeil
2006 – 2012
Erich Lachenmayr
seit 2012
Dietrich Schmid

Chronik

(aus Festschrift anlässlich des 60-jährigen Gündungsjubiläums 2008)

Die Anfänge

Die Geschichte des Turn- und Sportvereines Rehling begann im Sommer des Jahres 1948, als sich mehrere junge Männer mit dem Gedanken trugen, einen Sportverein zu gründen. Das Vorhaben wurde prompt in die Tat umgesetzt und mit Bruno Lorenz wurde der erste TSV Vorsitzende gewählt. In kurzer Zeit hatte der neugegründete Sportverein eine stattliche Mitgliederzahl erreicht.
Das erste Problem der Gründer war, ein geeignetes Grundstück für einen Sportplatz zu bekommen. Das Mitglied Lorenz Bachmeir sen. stellte schließlich seine Wiese am Riedweg in Oberach zur Verfügung. Es wurden provisorische Tore errichtet, um die Austragung von Fußballspielen zu ermöglichen. In Freundschaftsspielen versuchte man nun, die ersten sportlichen Kräfte mit Nachbarvereinen zu messen.

Punktspielbetrieb beginnt 1949

Bereits ein Jahr nach der Gründung begann man mit dem Punktspielbetrieb und am 1. Dezember 1949 wurde dem TSV Rehling die Aufnahme in den Bayerischen Landessportverband schriftlich bestätigt. Im selben Jahr war es auch, als die Gemeinde Rehling außerhalb des Flutgrabens in Oberach ein unebenes und nicht kultiviertes Grundstück dem Verein pachtweise überließ. In mühevoller Handarbeit wurde das Gelände mit Hilfe von Rollwagen und Schubkarren geebnet. Die Geleise und Loren stellte die Gutsverwaltung Scherneck kostenlos zur Verfügung. Mehrere Landwirte fuhren mit ihren Traktoren Erdreich zum Sportplatzgelände, mit den einfachsten Mitteln wurde Schwerstarbeit verrichtet. Im Sommer 1951 wurde der 95 x 54 m große Sportplatz feierlich eingeweiht, wobei fast die gesamte Bevölkerung Rehlings unterwegs war, um dieses Ereignis mitzufeiern.

Die erste Meisterschafts-Mannschaft von 1958 (C-Klasse)

Ab 1952 treiben auch Frauen im TSV Rehling Sport

Im Jahr 1952 griffen auch die Damen erstmals ins aktive Vereinsgeschehen mit ein. Sie gründeten eine Handballmannschaft und maßen ihre Kräfte mit den Damen der Nachbargemeinden. Nachdem in den folgenden Jahren beim TSV Rehling eine stete Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen war, dachte man bald an den Bau eines Sportheimes. Im Jahre 1956 wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und bereits ein Jahr später waren die Umkleidekabinen fertiggesteilt. Bis dahin mußten sich die Spieler entweder zu Hause oder in den angrenzenden Getreidefeldern und Büschen umkleiden. Als Waschgelegenheit diente jedoch immer noch der vorbeifließende Flutgraben. Bedingt durch das Lechfeldgelände war das Spielfeld sehr steinig, der Rasen bestand im wesentlichen aus kargen Grasbüscheln. Besonders die Buben der Volksschulklassen unter dem damaligen Hauptlehrer Josef Hornung, von 1952 bis 1958 auch erster Vorsitzender, erinnern sich wohl noch an die oft außergewöhnlichen Sportstunden auf dem Sportplatz, wo fast immer vor dem eigentlichen Sport ein „Steineklauben“ auf dem Stundenplan stand.

Erweiterung des Sportheims unter Paul Brablik

Im Jahr 1964 wurde das Spielfeld auf 105 x 60 m vergrößert und ein Jahr später gingen die Verantwortlichen unter Vorstand Paul Brablik an die Erweiterung des Sportheimes heran. Es wurden Duschen, Waschbecken und Toiletten eingerichtet, die gesamte Einrichtung wurde zudem an die örtliche Wasserversorgung angeschlossen. Diese Baumaßnahme war umso schwieriger, da wegen zu geringer Finanzmittel beim Bayerischen Landessportverband jegliche Zuschußanträge abgelehnt wurden und somit alles durch Eigenleistung und Eigenmittel vollendet werden mußte. Kaum waren diese Baumaßnahmen fertiggestellt, gab es das nächst größere Problem zu bewältigen. Aufgrund der ungünstigen Lage außerhalb der Ortschaft war das Sportheim bisher nicht an das örtliche Stromnetz angeschlossen. Dies hatte zur Folge, dass während der Wintermonate kein richtiges Training durchgeführt werden konnte. Durch provisorische Kabelverlegung versuchte man, den Sportplatz zu beleuchten. Bedingt durch die große Entfernung zum Ort traten wiederholt technische Schwierigkeiten auf und man verlegte für zwei Jahre das Wintertraining nach Rehling auf ein gepachtetes Ausweichgrundstück. Unter Aufwendung eines für Vereinsverhältnisse sehr hohen Betrages wurde dann im August 1968 der Anschluß an das Elektrizitätswerk verwirklicht und die Leitung zum Sportgelände verlegt, die Erdarbeiten wurden durchwegs in Eigenleistung ausgeführt. Nun war man in der Lage, im Vereinsheim die elektrische Beleuchtung und einen Warmwasserboiler für die Duschen zu installieren und über vier Stahlmasten auch das Spielfeld zum Training auszuleuchten.

Viele Arbeitsstunden steckten die freiwilligen Helfer in den Bau des Sportheims.

Schuttgrube wird zum Spielfeld umgebaut

Zwischenzeitlich war der aktive Spielbetrieb auf fünf Mannschaften gewachsen, die Sportplatzverhältnisse waren oft zu knapp. Daher stellte die Vorstandschaft bei der Gemeinde Rehling den Antrag, die neben dem Spielfeld befindliche Schuttgrube als zusätzliches Spielfeld ausbauen zu dürfen. Oie Gemeinde entsprach diesem Wunsch und nach ausführlicher Planung wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Das Spielfeld in der Größe von 115 x 70 m ist heute das Hauptspielfeld und ein Mustersportplatz weit und breit. Um auch die Zuschauer vor Wind und Wetter besser zu schützen, wurde Ende 1981 mit dem Bau einer überdachten Zuschauertribüne begonnen. Das in der nunmehr 3O-jährigen Vereinsgeschichte größte Bauvorhaben sollte aber erst noch kommen. Bereits im Jahre 1976 befaßte sich die damalige Vorstandschaft unter Führung von Stefan Bachmeier mit dem Bauvorhaben eines neuen Sportzentrums, angefangen mit einem neuen Sportheim und Sportplatz mit allen Anlagen für Leichtathletikbetrieb und Tennisplätze. Leider wurden diese Planungen durch verschleppte Hügelgräber im geplanten Baugelände zerschlagen, aller Kampf mit den Behörden war vergebens. Zu den bisher vier bestehenden Abteilungen Fußball, Leichtathletik, Tischtennis und Tennis kommt im Dezember 1982 die Abteilung Ski hinzu. Im Frühjahr 1983 konnte sich der TSV Rehling, der inzwischen mehr als 500 Mitglieder zählte über die Fertigstellung der Feldtennisanlagen freuen, dem bis dato größten Vereinsprojekt.

Kräftig Hand angelegt wurde in allen Bereichen des Baus.

Das neue Sportheim entsteht mit der Hilfe vieler Freiwilliger

Es dauerte bis zum Herbst 1984, als man endlich das große Ziel, nämlich Baufreigabe für ein neues Sportheim, durchgeboxt hatte. Die Initiative zum Sportheimneubau ging eigentlich von Vorstand Stefan Bachmeir aus, nachdem dieser eine ehemalige Tennishalle erwerben konnte und nach dem Abbau an den TSV Rehling veräußerte. Adolf Heindl wurde mit den Planungsaufgaben beauftragt und am 25. August 1984 begannen die Erdarbeiten für dieses Millionenprojekt. Zusammenhalt und Idealismus vieler Freiwilliger waren notwendig, um in der langen und schwierigen Bauphase die Ausdauer nicht zu verlieren. Am Samstag 28. Juni 1986 wurde ein großes Richtfest gefeiert. Bis dato hatten die über 100 Freiwillligen Helfer mehr als 10 000 Arbeitsstunden in das Vereinsheim gesteckt. Jetzt stand der Innenausbau auf dem Plan. Nach und nach wurden Kegelbahn, Gaststätte, Umkleiden und auch der Kraftraum fertiggestellt. Bis Januar 1988 war soweit alles fertig bis auf die Mehrzweckhalle. Mittlerweile kann der TSV auf eine 40-jährige Vereinsgeshichte zurückblicken und weiht zu dieser Gelegenheit nach vierjähriger Bauzeit das neue Sportheim ein. Neben fünf Umkleideräumen, Schiedsrichterkabinen gibt es die Turnhalle, eine Kegelbahn und die Gaststätte „Lechtalstubn“. Bei einem „Sportfest der Superlative“, wie in der Zeitung zu lesen war, wurde die Halle auf den Namen des damaligen Vorstands Stefan Bachmeir getauft, leider in dessen krankheitsbedingter Abwesenheit. Die wahrscheinlich meisten Stunden in das Sportheim gesteckt (über 5000) hatte Georg Witzenberger.

Sportheimbau Richtfest 1968

Bundesligaprofis spielen in Rehling

Ein neue Phase in der Geschichte des TSV Rehling war mit der Einweihung des neuen Sportheims eingeläutet worden. Für sein Engagement wird Stefan Bachmeir zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Das Sportheim wird mit der Aufstellung der Fluchtlichtanlage komplettiert. Inzwischen hatte der Verein über 700 Mitglieder. Weitere Anlagen, wie ein Hartplatz und eine Stockschützenbahn wurde angedacht.

Mit optimalen Trainingsbedingungen, die nun in Rehling herrschten ging es mit dem Fußball aufwärts und die erste Mannschaft stieg 1989 in die Bezirksliga auf. Besonderes Highlight für die Fußballer war dann 1990 als ein Bundesligaauswahl zu einem Benefizspiel nach Rehling anreist. Alfons Higl, der in der Rehlinger Jugend das Fußballspielen begonnen hatte, war mittlerweile Fußballprofi beim 1. FC Köln und hatte dieses Spiel eingefädelt. Vor 800 Zuschauern verlor die Kreisauswahl schließlich erwartungsgemäß 5:2 gegen die Bundesligakicker.

Die erste Bezirksliga-Mannschaft des TSV Rehling.
Alfons Higl schaffte es bis in die Bundesliga zum 1. FC Köln.

Die Ära nach Bachmeir

Nach 19 Jahren als Vorsitzender des TSV Rehling tritt Stefan Bachmeir 1991 schließlich zurück und Günther Raschke beerbt ihn. Stefan Bachmeir wird zum bisher einzigen Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nach 44 Jahren seines Bestehens bekommt der größte Ortsverein in Rehling zum ersten Mal eine Fahne, die in den Farben blau und weiß erstrahlt. Inzwischen war die Anzahl der Abteilungen auf sechs angewachsen, da die Volleyballer sich gegründet hatten. Die Sonnwendfeier des Jahres 1993 sollte dem Verein einige Scherereien bringen.

Doch trotz allem bleibt der Verein auf Expansionskurs. 1994 kommt erneut eine Abteilung hinzu und macht das Angebot des Vereins attraktiver. Die Stockschützen sind nun die siebte Sportart, die in Rehling angeboten wird.

Die Stockschützen starten den Betrieb auf ihrer neuen Anlage hinter dem Sportheim.

Die nun folgenden Jahre werden etwas ruhiger. Doch der Mitgliederzuwachs bleibt beständig und der Verein kommt mittlerweile auf 800 Sportler. 1997 entsteht wiederum eine neue Abteilung – Badminton kann von nun ab in der Halle Hobbymäßig gespielt werden. Bis zum Jubiläumsjahr 1998 bleibt Günther Raschke als erster Vorsitzender im Amt und tritt dann aus beruflichen Gründen den Rückzug an. Sein Nachfolger hieß Dieter Schmid, der sich gleich um die 50-Jahr-Feier kümmern durfte. Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten wurde auch das neue Stockschützenheim eingeweiht. Leider mussten nach fast zehn Jahren die Fußballer des TSV Rehling den Abstieg aus der Bezirksliga, als dienstältester Verein dieser Spielklasse, hinnehmen.

Den TSV erreicht im neuen Jahrtausend der Fitnessboom

Nachdem die Fußballer nochmal für ein Jahr in die Bezirksliga zurückkehren konnten, mussten sie 2001 endgültig den Abstieg hinnehmen. Mittlerweile hat auch der TSV mit einem Rückgang der Mitgliederzahlen zu kämpfen. Vor allem die Tennisabteilung merkte das Ende der Boomzeit ihrer Sportart. Dieter Schmid hörte als Vorsitzender auf und es gab 2002 plötzlich zwei Kandidaten zur Wahl. Am Ende konnte sich Andreas Stugardt durchsetzen.

Jetzt drängen die Damen in den Verein. Step-Aerobic heißt das neue Angebot der Leichtathletikabteilung. Der Andrang in die Fitnessdisziplinen ist riesig und so entsteht die das jüngste Kind des Vereins die Fitnessabteilung.

Daneben feiern die Leichtathleten ihre größten Erfolge. In kurzer Zeit werden zwei Rehlinger Sportler Bayerische Meister. Carola Mezger und Matthias Kagerhuber sind bayerische Spitze. Andreas Regele qualifiziert sich zudem für die Deutschen Juniorenmeisterschaften.

Qualitätssiegel „Pro Gesundheit“

In der Führungsriege ergeben sich wieder Veränderungen: 2004 wird Rene Wagenpfeil der Mann an der Spitze des TSV. In der jungen Fitnessabteilung tut sich etwas. Andrea Will, die eine Präventionsübungsleiterschein besitzt, erhält vom BLSV das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“. Nach langen Jahren Pause wurde wieder ein Tag des Sports veranstaltet. Alle Abteilungen beteiligten sich und boten ein buntes Programm auf.

Seit 2006 gibt es wieder ein neues Gesicht an der Spitze des Vereins. Erich Lachenmayr übernahm den Vorstandsposten. Adolf Heindl, der manchmal unbequeme, aber sich immer für den Sport einsetzende Abteilungsleiter Leichathletik wird zum Ehrenmitglied ernannt und lässt sich von seinen Plänen für einen Hartplatz immer noch nicht abbringen.

Aufgrund der hervorragenden Trainingsbedingungen wird der TSV als DFB-Stützpunkt ausgewählt. Talentierte Nachwuchs-Fußballer nutzen diese Möglichkeiten regelmäßig zum Training. Im Juni 2008 feiert der TSV Rehling sein 60-jähriges Jubiläum mit einem Festwochenende auf dem Vereinsgelände.